Das bekannteste Aufgabengebiet der Kieferorthopädie ist die Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Das Ziel dabei ist die frühzeitige Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen, damit größere Fehlstellungen gar nicht erst entstehen können.
Man unterteilt die Behandlung in Frühbehandlung und Hauptbehandlung.

Frühbehandlung:

Frühbehandlung findet im Milchgebiss und Wechselgebiss statt.
Dies betrifft die großen Frontzahnstufen bzw. das Vorstehen der oberen Frontzähne durch die schlechten Angewohnheiten (sogenannte Bad Habits):

  • Daumenlutschen
  • Nägelkauen
  • Lippenbeißen
  • Zungenpressen

Zudem betrifft dies auch:

  • Kreuzbisse in Front- bzw. Seitenzahnbereich
  • Deckbisse
  • Progenie
  • offener Biss
  • Raummangel durch unterminierende Resorptionen
  • frühzeitigen Milchzahnverlust
  • Lippen-Kiefer-Gaumen Spalten

Demnach alles, was das Kiefer- und Gesichtswachstum negativ beeinflussen kann.
Aus o.g. Gründen raten wir deshalb bei betroffenen Kleinkindern schon ab 4 Jahren eine kieferorthopädische Frühbehandlung durchzuführen, damit eine spätere Behandlung vermieden beziehungsweise deutlich erleichtert wird.

Bild Jugendliche

Hauptbehandlung:

Die Hauptbehandlung findet bei älteren Kindern und Jugendlichen nach dem Durchbruch aller bleibenden Zähne statt. Dabei können verschiedene herausnehmbare oder feste Zahnspangen zum Einsatz kommen, je nachdem welche Zahn- oder Kieferfehlstellung vorliegt und wie schwerwiegend sie ist.

Bei einer festen Zahnspange werden Brackets auf den Zähnen befestigt, welsche über einen Draht miteinander verbunden sind. Die Kraftübertragung des Drahtes sorgt für Zahnbewegungen im gewünschten Umfang.

Wir beraten Sie gerne, welche Therapie für Ihr Kind in Frage kommt und erarbeiten gemeinsam ein individuelles Behandlungskonzept.

Unten finden Sie Häufige Fragen zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen, hier finden Sie weitere häufig gestellte Fragen.

Müssen während einer Behandlung die Zähne gezogen werden?

NEIN.

Möglich wird dies durch genaue Anamnese und Befundung der Patienten mit ganzheitlicher Betrachtung der Patienten.

Wenn die Patienten rechtzeig (6-7 Lebensjahr) zu uns kommen, sind wir in der Lage mit dem Körperwachstum des Patienten als Partner sanft die eigenen Kräfte zu nutzen, um den Raummangel im Mund zu beseitigen. Unter Zurhilfenahme von losen Zahnspangen wie z.B. dem Funktionsregler nach Fränkel oder festen Zahnspangen, wie dem Damon-Bracket-System kann der Raummangel im Mundraum beseitigt werden und alle gesunden Zähne können erhalten werden.

Was ist ein Funktionsregler nach Fränkel?

Was ist ein Fränkel? Was ist ein Funktionsregler? Was ist ein FR III?

Der Funktionsregler nach Fränkel ist eine herausnehmbare Zahnspange aus der Gruppe der funktionskieferorthopädischen Geräte.

Diese werden entweder zur Vorverlagerung des Unterkiefers eingesetzt oder um das Knochenwachstum von Oberkiefer und Mittelgesicht anzuregen.

Der deutsche Zahnmediziner Prof. Fränkel entwickelte die ersten Funktionsregler bereits 1962.

Die drei Begriffe beschreiben alle das gleiche Gerät. Die Bezeichnung „Fränkelgerät“ wurde bereits durch den Erfinder abgelehnt, da der Begriff des Funktionsreglers die Wirkungsweise des Gerätes treffender beschreibt.

Gib es unterschiedliche Gräte von Prof. Fränkel?

Zur Behandlung der verschiedenen Fehlstellungen hat Prof. Fränkel unterschiedliche Geräte entwickelt.

Mit den Funktionsreglern der Typen 1 und 2 (FR I und FR II) werden vor allem Probleme mit Unterkieferrücklagen angegangen.

Der Typ 3 (FR III) ist für die Behandlung der Progenie vorgesehen. Hierbei wird vor allem das Knochenwachstum im Oberkiefer bzw. im Mittelgesicht angeregt.

Wie Funktioniert der Funktionsregler nach Fränkel?

Der Funktionsregler arbeitet wie ein Trainingsgerät, das durch permanente Reizung der Muskulatur zu einem vermehrten Knochenwachstum und somit zur Beseitigung von Wachstumsdefiziten führen kann. Somit ist die Wirkung rein physiologischer Art. Sie beruht auf dem natürlichen Wachstum und die Dauer der Behandlung mit Funktionsreglern ist meist länger als mit rein mechanisch wirkenden Geräten. Er wird dabei Tag und Nacht getragen – allerdings nicht in der Schule oder bei sportlichen Aktivitäten.

Bei frühzeitigem Beginn (ca. 6. bis 7. Lebensjahr) werden die Geräte von den Patienten meist gut akzeptiert. Mit eingesetztem Funktionsregler ist auch eine begleitende Logopädie möglich. Die Kunststoffpelotten liegen nicht im Mundraum, sondern außerhalb der Zahnreihe im Mundvorhof. Dadurch wird die Zunge beim Sprechen nicht behindert.

Welcher Geräte-Typ ist für mein Kind der Richtige?

Die Wahl der richtigen Behandlung ist von vielen Faktoren abhängig und wird im Dialog mit Ihnen nach einer ausführlichen Anamnese und Erstuntersuchung festgelegt.

Vereinbaren Sie hierzu einfach einen Termin mit uns.

Was ein Damon System (Damon Brackets)?

Im Damon System sind die Brackets und der Drahtbögen aufeinander angepasst.

Was ist der Unterschied zwischen dem Damon System und den herkömmlichen Brackets?

Die Brackets des Damon Systems arbeiten mit einem passiven Gleitmechanismus. Das heißt der  Drahtbogen wird nicht wie bei herkömmlichen Brackets durch Gummiringe festgehalten, sondern durch einen kleinen Klappverschluss.

Gummiringe können bei herkömmlichen Brackets wie eine Handbremse wirken, da sie Druck und Reibung erzeugen. Das verlangsamt die Behandlung und kann unangenehm sein. An den Gummiligaturen können Bakterien und Nahrungsreste schnell anheften und dies kann wiederum zu Entkalkung und Zahnfleischproblemen führen.

Beim Damon System dagegen werden die Bögen mit Riegel-Mechanismus gesichert. Durch diesen kleinen Klappverschluss  kann der Drahtbogen frei gleiten. Somit muss kein Reibungswiderstand mehr überwunden werden, um Zähne zu bewegen.

Die Hightech-Bögen des Damon Systems werden abschließend glatt poliert, um den Reibungswiederstand nochmals zu minimieren.

Wie funktioniert das Damon System?

Basierend auf der Behandlungsphilosophie von Prof. Fränkel, sind die Brackets so entwickelt, dass sie mit Hilfe des Klappverschlusses den Drahtbogen ohne Reibung halten. So kann der Drahtbogen frei gleiten.

Ohne Reibung sind wir in der Lage die leichtesten biologisch-aktiven und damit sanfte Kräfte einzusetzen.

Die bioadaptierten Kraftgrößen können nun auch bei starken Engständen den Zahnbogen so ausformen, dass Zahnextraktionen nur noch sehr selten notwendig werden.

Gut zu wissen:

Ihr ästhetischer Vorteil ist, dass nicht nur die Zähne korrigiert werden, sondern durch den Erhalt aller Zähne, Ihre gesamten Gesichtszüge harmonisiert werden.

Vereinbaren Sie bitte ein Termin, wir informieren Sie gerne.

Kinder und Jugendliche Kieferorthopädie Darmstadt Dieburg

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